DRK Kreisverband Hildesheim e.V.
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Aussiedlerberatung, Familienzusammenführung
Das Deutsche Rote Kreuz ist über die Lösung des Problems der Familienzusammenführung seit Jahren maßgeblich am Schicksal der Deutschen aus Osteuropa, die in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, beteiligt. Hieraus ergibt sich nach wie vor eine besondere Verpflichtung im Rahmen der Eingliederungshilfen für diesen Personenkreis.
Die Zahl der nach Deutschland eingereisten Spätaussiedler ist seit Jahren rückläufig. Der Anteil der als Spätaussiedler anerkannten Personen wird auch immer geringer. Er liegt bei ca. 20 % , der Rest sind miteingereiste Familienangehörige. Da nur 20 % der Eingereisten deutsch sprechen, bedeutet das in der Regel schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Abhängigkeit von Sozialleistungen und die mangelnde Akzeptanz in der Gesellschaft.
Das neue Zuwanderungsgesetz sieht vor, dass auch mitreisende Familienangehörige ausreichende Sprachkenntnisse vorweisen müssen. Im Berichtszeitraum kamen wieder viele Hilfesuchende in unsere Beratungsstelle. Zum Aufgabenbereich dieser gehört die Hilfe und Beratung im Bereich der Familienzusammenführung. Aber auch für die bereits eingereisten Aussiedler werden Eingliederungshilfen angeboten. Diese sollen den Neuanfang und Orientierung im neuen Lebensumfeld erleichtern.
Diese Hilfen sind im Laufe der letzten Jahre wesentlich umfangreicher und differenzierter geworden, denn Umfang und Inhalte der zu vermittelnden Eingliederungshilfen für Aussiedler haben sich zum Teil bedeutend verändert. Zum Aufgabenbereich der Beratungsstellen gehören die Hilfen bei der Familienzusammenführung, Informationen darüber, wo und wie z. B. Formalitäten erledigt werden können und welche Rechte und Pflichten Aussiedler haben sowie die Klärung von auftretenden Fragen und Problemen.
Es wurden auch weiterhin Menschen, die in Ost- oder Südosteuropa leben, durch Medikamentenlieferungen und durch Lebensmittelpakete unterstützt, obwohl die Mittel hierfür immer knapper werden.


